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Berichte aus dem Zentrum


Besuch des Internationalen Spielefestes am 16. Juni 2019


Ein buntes Miteinander aus Groß und Klein, Alteingesessenen und Neuhinzugekommen, verschiedenen Rhythmen und Klängen, leckeren Düften und Geschmacksvarianten - all das hatte im Juni wieder das Spielefest auf der Seewiese in Friedberg zu bieten. Bei - von einer kleinen Unterbrechung abgesehen - tollem Wetter gab es Spielangebote wie lebendiges Tischfußball, Hüpfburg, Trommel-sessions, Verkaufsstände mit Tüchern, Tanzdarbietungen auf der Bühne, Infostände von gemeinnützigen Organisationen und natürlich internationales Essen von würzig bis süß. Entsprechend gut besucht war das Fest.

Eine prima Gelegenheit, Kontakte zu suchen, auch für das Frauenzentrum. So machten sich zwei Vorstandsfrauen mit Infoflyern auf, sowohl Netzwerke zu möglichen Kooperationspartnern zu knüpfen, als auch Frauen gezielt auf das Angebot des Frauenzentrums aufmerksam zu machen. Bewusst hatten sie dabei auf einen festen Infostand verzichtet, um aktiv und ungebunden auf Menschen zugehen zu können. Nicht so günstig war hierfür vielleicht die bevorstehende Sommer-Ferienzeit, so dass konkrete Angebote (wie das Frauenforum der Vielfalt) noch weit in der Zukunft lagen. Um in Erinnerung zu bleiben oder neu wahrgenommen zu werden, war es aber vielleicht ein weiteres Puzzleteil. 

Hervorragend organisiert war die Veranstaltung wie seit 18 Jahren vom Internationalen Zentrum Friedberg, in diesem Jahr erstmals in Kooperation mit dem Verein „Mensch mach mit e.V.“, der sich aktiv für Integration einsetzt.

 


Alix Lichert aus dem Vorstand verabschiedet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach 11- jähriger Tätigkeit im Vorstand des Frauenzentrums wurde Frau Alix Lichert im März 2019 verabschiedet.


Lesung, Basar und Ausstellung

 

Am Samstag dem 10. November 2018 fand eine Lesung der Malerin, Diplom- und Kunstpädagogin, Mediatorin und Schriftstellerin Hanna Pfetzing in den Räumen des Frauenzentrums statt.

Sie las aus ihrem Buch „Dreizehn Frauen und die Pizza in Nizza".

Ende der 60iger Jahre fasst eine Gruppe junger Studentinnen den nicht ganz ernst gemeinten Plan, nach ihrem Berufsleben gemeinsam zum Pizzaessen nach Nizza zu fahren. Als Großmütter begegnen sich die Freundinnen eher zufällig wieder und stellen fest, dass sie nicht mehr viel miteinander verbindet, weil ihre Lebenswege in sehr unterschiedliche Richtungen verlaufen sind. Dennoch beschließen sie in der Erinnerung an ihre gemeinsame Anfangszeit, die Reiseidee von damals in die Tat umzusetzen.

Eine fiktive Ich-Erzählerin skizziert bruchstückhaft das Leben ihrer zwölf Freundinnen. Sie gehören zu einer kleinen Gruppe von Frauen, die sich mit der ihnen zugedachten Rolle nicht abfinden wollen und denen es daher sinnvoll scheint, alles anders zu machen, als die eigenen Mütter. In ihren Geschichten spiegelt sich die Aufbruchsstimmung zur Zeit der Studentenunruhen der späten sechziger und der ersten Hälfte der siebziger Jahre wider.

Vier Jahrzehnte später blicken die Heldinnen von damals ebenso selbstironisch wie stolz auf diese Zeit zurück. Recht unterschiedlich arrangieren sie sich mit ihrer neuen Rolle als Großmutter. Dementsprechend kompliziert gestaltet sich die Vorbereitung ihrer gemeinsamen Reise nach Nizza. Sie fällt ein wenig anders aus, als geplant.

 

Im Anschluss an die Lesung wurde die Möglichkeit, sich mit der interessanten Autorin über das Buch, die beschriebene Zeit und eigene Erfahrungen oder auch über ihre ausgestellten Kunstwerke zu unterhalten, rege genutzt. Ebenso ließen sich viele Besucherinnen das neu erworbene Buch von Hanna Pfetzing signieren.

 

Dominierten in den letzten Herbst-Kultur-Veranstaltungen des Frauenzentrums Lesungen oder Filme zu Themen wie Krieg, Gewalt, (auch gesundheitliches) Anders-Sein, durfte es ein halbes Jahrhundert nach der 68 er Bewegung und im 100. Jahr des Frauenwahlrechts diesmal ein bisschen leichter und fröhlicher zugehen.

 

Rund um die Lesung gab es einen kleinen aber feinen internationalen Basar mit außergewöhnlichen Geschenkideen für die Vorweihnachtszeit Es wurden Schmuck, Tücher, Gewürze und kleine handgefertigte Präsente aus verschiedenen Herkunftsländern angeboten.

 

Die Ausstellung der Aquarelle und Radierungen der Gießener Künstlerin Hanna Pfetzing, die in Gießen und Italien lebt und arbeitet ist noch bis zum 04. April 2019 im Frauenzentrum zu sehen.

 


Workshop "Verstehen und Verständigen"

Kultureller Austausch in der Interkulturellen Woche

„Miteinander Leben gestalten“ heißt eine Veranstaltungsreihe, die zweimal jährlich, zur Interkulturellen Woche und zum Internationalen Frauentag, stattfindet. Die Reihe wird vom Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises, dem Frauenzentrum Wetterau e.V. und der Frauenbeauftragten der Stadt Bad Nauheim durchgeführt. „Unser gemeinsames Ziel ist es, Frauen aus verschiedenen Kulturen zusammen zu bringen, voneinander zu lernen und für gute Lebensbedingungen von allen Frauen zu sorgen“, beschreibt Hanne Battenhausen vom Fachdienst Frauen und Chancengleichheit die Anfänge der inzwischen traditionellen Workshops. „Deshalb schauen wir regelmäßig auf die Gemeinsamkeiten und versuchen auch dort Lösungen zu finden, wo es unterschiedliche kulturelle Gewohnheiten gibt.“

Jede Kultur hat ihre eigenen Kommunikationsformen. Schon die Begrüßung wird überall anders gestaltet. Die kleinen Dinge des Alltags haben unterschiedliche Bedeutungen und bei einer Einladung kann es schnell zu Missverständnissen kommen.

 

Susanne Klein und Fulya Yilmaz spielten in zwei kleinen Szenen eine deutsche berufstätige Frau, die sich mit ihrer türkischen Freundin verabredet. Am Tag des Treffens bringt sie begrenzte Zeit mit und freut sich auf eine Tasse Tee mit der Freundin. Diese hat aber den Tisch reich gedeckt und erwartet eine ausgiebige Mahlzeit mit ihrem Gast. Doch die Deutsche probiert aus Höflichkeit einige Köstlichkeiten und muss dann nach kurzer Zeit weiter. Beide bleiben unzufrieden zurück.

 

Vielen Teilnehmerinnen waren solche Situationen bekannt, und es entspann sich eine intensive Diskussion um Lösungen zwischen den Frauen mit unterschiedlicher Herkunft.

 

„Fazit ist, immer im Gespräch zu bleiben und die eigenen Bedürfnisse klar zu formulieren“, fasst Jutta Fenske vom Frauenzentrum Wetterau zusammen. „Kulturelle Unterschiede beinhalten unterschiedliche Erwartungen und führen dadurch zu Unsicherheiten und Missverständnissen, die nur dann ausgeräumt werden können, wenn wir uns darüber verständigen. Das Frauenzentrum bietet dazu regelmäßig Gelegenheit, z.B. mit dem Internationalen Frauen-Café.“

 

Die Frauen, die am Workshop teilnahmen, bemerkten im Gespräch, dass oft auch innerhalb ihrer eigenen Kultur voneinander abweichende Vorstellungen und Gewohnheiten das Handeln prägen und erst die Verständigung zum Verstehen führt.

 


Besuch im Rosenmuseum

 

Eine aus verschiedenen Bereichen des Frauenzentrums bunt zusammengesetzte Gruppe besuchte kürzlich das Rosenmuseum in Steinfurth. Während sich die Jüngeren zu Fuß vom Bahnhof in Bad Nauheim auf den Weg machten, traf der zweite Teil direkt im Rosenmuseum ein. Mehr als zwanzig Frauen und Mädchen aller Altersstufen und mehrerer Nationalitäten nahmen an einer Führung durch das Museum teil, die vor allem den zahlreichen Besucherinnen, die aus dem Iran stammten, vertraute Bilder des Rosenanbaus und wohlbekannte Düfte offenbarte. Viel Anklang fand auch die Sonderausstellung „Wilde Rosen & Starke Frauen“. Anschließend ließen die Teilnehmerinnen den Tag im Museum bei Kaffee und Rosentorte ausklingen.



Women's March Frankfurt

 

Weltweit gibt es Proteste gegen den neuen amerikanischen Präsidenten.

In Frankfurt am 21.01.2017 waren wir dabei...

 



Herbst-Basar & Film-Wochenende im Frauenzentrum Wetterau

am 25. und 26. November 2016

 

Traditionell verbindet das Frauenzentrum den Herbst-Basar mit einer kulturellen Veranstaltung. Warum also nicht mal etwas Neues probieren? Von cineastisch interessierten Frauen kam der Wunsch, einmal selbst Gastgeberin für ein Filmwochenende zu sein. Entsprechende Filme wurden ausgesucht, die Vorführlizenzen besorgt und der Termin bekannt gegeben. Unbürokratisch im Vergleich zu der Rechteerlangung war der Umbau unseres großen Seminarraumes in ein „Heimkino“. Nachteil: der geplante asiatische Basar war räumlich sehr eingeschränkt. Dies änderte aber nichts daran, dass er wieder liebevoll zusammengestellt und mit leckeren Häppchen unserer Spenderinnen bestückt war. Zeitweise war auch eine Henna-Malerin anwesend. Vielen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.

 

Gut besucht war der Freitag-Abend, an dem der vielfach ausgezeichnete französisch-mauretanische Spielfilm „Timbuktu“ gezeigt wurde. Der Film berichtet von einer Hirtenfamilie, die friedlich in den Dünen der Sahara, nicht weit von der Wüstenoase von Timbuktu in Mali lebt, als die Stadt in die Hände religiöser Fundamentalisten fällt. Die Jihadisten kommen mit Schusswaffen und unverrückbaren Koran-Interpretationen: Musik, Lachen, Zigaretten und sogar das Fußballspielen werden verboten. Abderrahmane Sissakos vielschichtiger Film verlegt die Perspektive auf den Widerstand der einfachen Leute. Begreifbar wird, in welchen Situationen Menschen sich entscheiden, ihre Heimat zu verlassen. Nur schwer aushalten ist die brutale Wucht der gezeigten Bilder. Kino kann ein eindringlicheres, unmittelbareres Medium sein als es das Lesen von Büchern und Zeitungen oder abstrakte Diskussionen vermögen.

 

Auch der Samstagsfilm fand sein Publikum mit einem ganz anderen, wenn auch ebenfalls anspruchsvollen Thema und Setting: Wie mit passender Farbpalette gemalt, beschreibt die französisch-belgische Filmbiografie „Séraphine“ Aufstieg und Fall eines fragilen Künstlerinnendaseins zwischen Krieg und Frieden, dörflicher Enge, Politik, Geld und der Psychiatrie. Zum Inhalt: 1912 zieht der deutsche Kunstsammler Wilhelm Uhde (der als Entdecker von Picasso und Rousseau gilt) in das Städtchen Senlis, um sich dem Schreiben zu widmen und sich vom hektischen Leben in Paris zu erholen. Als Haushälterin stellt er die widerborstige und unscheinbare Séraphine ein. Eines Tages entdeckt er bei Nachbarn ein kleines, auf Holz gemaltes Bild, das ihn sogleich fasziniert. Zu seiner großen Überraschung stellt sich heraus, dass dieses Bild von seiner Haushälterin Séraphine gemalt worden ist.

 

Es war ein interessantes Wochenende. Das Frauenzentrumsteam freute sich über die vielen Besucherinnen. Gleichzeitig wurde klar, dass es sich um eine einmalige Aktion handelte. Filmvorführrechte zu erwerben rechnet sich für uns nicht. Unserer Film-Lust werden wir weiterhin durch gemeinsame Besuche im Programm-Kino nachkommen.


Besuch der Keltenwelt

Die Ausstellung „Zähmung des Wolfes“ führte uns am 11. August 2016 nach Glauburg in das Keltenmuseum. Einen Einblick in die Beziehungen von Wolf, Hund und Mensch zeigte die Sonderausstellung im archäologischen Museum. Wie sieht es aktuell mit der Einwanderung des Wolfes in Hessen aus? Die Antworten fanden wir gemeinsam bei unserem Ausflug.

 


Die Friedbergerinnen im Mittelalter

 

Am 22. Juni 2016 lud das Frauenzentrum zu einer Erlebnisführung durch die historischen Gassen der Altstadt von Friedberg mit der Stadtführerin Annette Miksch ein. Sie erzählte den aufmerksam zuhörenden Frauen von der Zeit der Beginen und dem Leben der Friedbergerinnen während der Hexenverfolgung bis nach dem 30-jährigen Krieg. Treffpunkt und Ende der Führung war auf dem Stadtkirchenplatz, wo sich die Teilnehmerinnen herzlich bedankten und sich gemeinsam freuten, heute ein weniger schweres und gefährliches Dasein zu fristen.

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